Ende Gelände 2018

Bonn, Dürren // 28. Oktober 2018 // Äquator

6500 Menschen zählt Ende Glände am gestrigen Samstag, dass ist die bisher größte Aktion zivilen Ungehorsams des Aktionsbündins im Rheinischen Braunkohlerevier.

Nach Ende Gelände Strategier wahren mehrer Protestfinger den Tag über um die Kohleinfrastrucktur des Reviers unterwegs. In der Nähe des Tagebau Hambach sind zu beginn des Tages etwas 500 Menschen anzutreffen die mit Pfefferspray und Schlagstöcken von der Polizei von der Tagebaukante zurück gedrängt werden. Auf einem nahegelegenem Feld werden die Aktivist*innen eingekesselt, etwa 250 werden festgenommen.

Weitere 2000 Aktivist*innen waren nach eine zeitweiligen Überquerung der Autobahn A4 auf die Gleise der Hambachbahn gelangt. Die Hambachbahn ist der Anschluss des Tagebau an den Kohlebunker und die Versogung der Kraftwerke. Über 1500 Menschen blieben und verbachten die Nacht auf den Gleisen unter wendlandähnlichen Umständen. Bei klirrenden Temperaturen um die drei Grad Celisus, der permanenten Verweigerung von Verpflegung der Plolizei und strahlendem, taghellen Flutlichtern.
Der flogende Tag beginnt mit einer Ankettaktion aus der Blockade. Daraufhin beginnt die Polizei, die bis dahnin auf Eingriffe verzichtet hatte, mit dem Wegtragen von Aktivist*innen und dem enfernen des Lock-On. Gegen 14:30 Uhr ist die Blockade bis aus 50 Menschen gräumt. Die festgenommenen Aktivist*innen werden mit einem „Schienenbus“ der RWE AG abtransportiert, Pressevertreter*innen werden immer wieder aufgefordert den Bereich zu verlassen.
Im Verlauf der Transporst kommt es zu einer weiteren Schienenblockade mit einem Lock-On. Den Menschen in dem blockiertem Zug wird während dessen so Elementares wie Nahrung und Trinkwasser durch die Polizei verweigert.

So geht die bisher größte Aktion zivielen Ungehorsams im Rheinischen Braunkohlerevier zu ende. An die 1000 Menschen machen sich am Sonntag mit dem Ende Gelände-Sonderzug auf den Nachhauseweg.